Thursday, August 13, 2015

Eine tägliche, fünfzehnminütige Entspannungskur


Die meisten Menschen stehen permanent unter viel Stress und es fällt ihnen schwer, sich Zeit zum Entspannen zu nehmen. Gar nicht gut. Man sieht es an den Falten in ihrem Gesicht, am abgeschlagenen Klang ihrer Stimme, und an der Tatsache, dass sie sich nur mit Mühe auf das Gesicht ihres Gegenübers konzentrieren können, weil ihre Gedanken permanent zum nächsten Thema oder nächsten Meeting abdriften. Sie haben Schlafstörungen, Probleme mit Blutdruck und Gewicht und Cholesterin und sind leicht reizbar. Das ist alles verständlich, doch gibt es ein einfaches Hilfsmittel, um alle diese Symptome zu lindern.

Ziehen Sie es in Erwägung, jeden Tag einen fünfzehnminütigen Spaziergang zu unternehmen. Einen Entspannungsspaziergang, keinen von jenen Spaziergängen, die Sie außer Atem bringen – wobei Sie natürlich auch das machen können, wenn es Ihnen lieber ist. Die Hauptidee hinter diesem Spaziergang ist es, dass Sie sich Ihrer Umgebung bewusst werden, indem Sie die in ihr vorhandene Schönheit nutzen. Konzentrieren Sie sich einfach auf die erste schöne Sache, die Sie sehen oder hören – vielleicht eine Eiche, die gerade erste Frühlingsknospen schlägt, oder das Lied eines Rotkehlchens (hier). Während Sie sich ansehen oder anhören, was Sie sich ausgesucht haben, seien Sie dankbar dafür, diese Erfahrung zu machen, und achten Sie auf das leichte Gefühl der Entspannung und des Friedens in Ihrem Solarplexus. Suchen Sie sich jetzt die nächste Sache aus. Nun sehen Sie vielleicht, wie ein Krokus durch den Boden bricht oder Sie hören das Rauschen des Windes in den Baumkronen (hier). Achten Sie wieder auf die Schönheit, fühlen Sie die Dankbarkeit und werden Sie sich des Gefühls von Frieden bewusst. Jetzt zieht vielleicht ein Kätzchen Ihre Aufmerksamkeit auf sich, das unbeholfen versucht, eine Fliege zu fangen, oder Sie hören den Wind durch die Palmblätter streichen (hier). Vergessen Sie nicht, auf die Schönheit zu achten, die Dankbarkeit zu fühlen und sich des Gefühls von Frieden bewusst zu werden. Dann sehen Sie vielleicht eine Straße von Arbeiter-Ameisen, die kleine Pflanzenstücke in ihren Hügel bringen und hören die Grillen zirpen (hier) – und wenn Ihnen das laut vorkommt: Genau so habe ich sie in der Nähe von Cape Town in Südafrika gehört und konnte trotzdem wunderbar schlafen! Achten Sie, wie zuvor, auf die Schönheit, fühlen Sie die Dankbarkeit und werden Sie sich des Gefühls von Frieden bewusst. Tun Sie dies ganz einfach 15 Minuten lang oder bis zum Ende Ihres Spaziergangs.

Folgendes wird passieren. Sie werden sich während dieser ersten wenigen Momente des Bewusstseins, während der Sie Schönheit atmen und Frieden verspüren, großartig fühlen. Dann werden Sie den Zweck Ihres Spaziergangs schnell vergessen und Ihre Gedanken werden in eine relativ unbewusste Welt zurückgleiten, in eine Welt des Stresses. Und erst, wenn die 15 Minuten um sind, werden Sie sich daran erinnern, was Sie eigentlich tun wollten.

Keine Sorge. Wenn Sie das drei Wochen lang jeden Tag für etwa 15 Minuten tun, werden Ihre neuronalen Pfade sich derart verändern, dass Sie Ihrem Ziel, 15 Minuten auf Schönheit zu achten und Dankbarkeit zu empfinden, immer näherkommen, und Sie sich immer entspannter und von mehr innerem Frieden erfüllt fühlen. Das wird Auswirkungen auf all Ihre Lebensbereiche haben. So einfach. Sie müssen es nur tun.

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Thursday, August 6, 2015

Gesunde Grenzen und Entscheidungen, die Sie treffen


Ein Artikel (auf Englisch) von Cherri Britton über Unternehmen und die Art und Weise, wie sie ihre logistischen Grenzen aufstellen (Öffnungszeiten, Art der angebotenen Dienstleistungen, Bezahlung, Fälligkeitsdaten der Zahlungen, etc.) hat mich zu ein paar Gedanken zu diesem für unser persönliches Leben äußerst wichtigen Thema inspiriert.

Viele kundige Autoren haben bereits manches zu gesunden Grenzen geschrieben (Siehe mein Artikel: Do Your Relationship Boundaries Contribute to Your Well-Being, auf Englisch). Und meist halten wir den Leser im Nachhinein dazu an, diese Grenzen aufzustellen – wenn der Schaden durch die mangelhaften Grenzen bereits angerichtet ist. Wenn Sie mitten in einer Beziehung stecken, ist dies ganz klar der Weg, aus einer Lose-Lose- oder einer Lose-Win-Beziehung eine Win-Win-Beziehung zu machen. Natürlich kann das ein anstrengender Prozess sein, mit dem so viel mehr einhergeht, als Grenzen aufzustellen und dem Grenz-Überschreiter (oder der Person, der Sie es so lange erlaubt haben, Ihre Grenzen zu überschreiten, ohne sich zu wehren) mitzuteilen, dass seine Einstellung, sein Verhalten, seine Wort und sein Ton inakzeptabel ist. Es erfordert, wie viele wissen, Arbeit an unserer Selbstliebe, unserem Selbstwertgefühl, unseren Bedürfnissen, und dass wir die fehlenden Teile unserer selbst erkennen, die wir beim anderen zu finden hoffen, anstatt sie in uns selbst zu suchen (siehe auch mein Newsletter vom Juli 2006 - I Need You... I Need You Not).

Würde es nicht Sinn machen, uns hinzusetzen und zu entscheiden, was die richtigen und gesunden und 'so möchte ich leben'-Grenzen für unser Leben sind – und sie dann bei allen Menschen anwenden, die wir neu kennenlernen? Könnte uns das nicht inmitten all der ungesunden Grenzen um uns herum helfen, das Aufstellen von Grenzen zu trainieren? Sodass wir unser Wissen dann leichter in den Situationen anwenden können, in denen wir für lange Zeit ungesunden Grenzen ausgesetzt waren.

Sie könnten sich zum Beispiel hinsetzen und eine Liste von Grenzen machen, die Sie bei Ihren Freunden durchsetzen wollen. Keine Anrufe ab einer bestimmten Uhrzeit abends. Keine Anrufe zur Abendessenszeit. Oder keine Anrufe oder andere Konversationen, während der sie ihre Probleme und Sorgen und Wut für mehr als fünf Minuten bei Ihnen abladen?

Wie grausam, sagen Sie jetzt vielleicht. Ich bin für meine Freunde da. Wenn sie mich brauchen, höre ich ihnen gerne zu. Hmm. Ja. Vielleicht. Doch sehen Sie sich das mal von außen an: Helfen Sie ihnen wirklich, indem Sie ihnen erlauben, sich permanent über einen negativen Aspekt ihres Lebens zu beschweren? Wäre es nicht hilfreicher, ihnen zu einer anderen Geisteshaltung zu verhelfen, in der sie sich entweder darauf konzentrieren, ihr Problem zu lösen, oder anderweitig auf andere, zuträglichere Gedanken kommen? (Siehe auch: Being a Victim or Choosing Freedom oder Keeping Your Energy High (2); beide auf Englisch).

Das bedeutet nun also, dass Sie ein paar Veränderungen vornehmen müssen. Schließlich können Sie nicht einfach so erwarten, dass Ihre Freunde diese Grenzen von selbst respektieren. Und wenn Sie unterdessen neue Freundschaften schließen, zum Beispiel mit jemandem, der gerade mitten in einer schwierigen Scheidung steckt, dann bestehen Sie gleich von Anfang an auf Ihre Grenzen, indem Sie sich nicht auf zweistündige Lamentier-Marathons einlassen. Denken Sie darüber nach. Sie können ein viel besserer Freund sein, indem Sie das nicht tun, und gleichzeitig vermeiden Sie es, Energie zu verlieren, indem Sie sich die nicht-enden-wollenden Klagen Ihres neuen Freundes/Ihrer neuen Freundin anhören.

Okay, das ist eine Art Grenze, die Sie erwägen können. Vielleicht wollen Sie sich auch um die Grenzen kümmern, die Sie Ihren Kindern gegenüber aufstellen. Stellen Sie sich für einen Moment vor, alles wäre in bester Ordnung. Wir würden Sie sich die perfekte Beziehung mit Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter vorstellen? Ein freundlicher Umgang miteinander? Freie, offene Kommunikation? Absolute Ehrlichkeit? Wie wäre es damit, sie von ihrem ersten bis zum achten Lebensjahr nicht in Ihrem Bett schlafen zu lassen? Wie wäre es damit, dass sie zur vereinbarten Schlafenszeit auch wirklich ins Bett gehen? Wie wäre es damit, täglich eine Mahlzeit zusammen einzunehmen? Haha. Ich kann Sie auflachen hören. Schön wär's! Nun gut, sehen Sie es aus der folgenden Perspektive: Wenn Sie von vorne anfangen könnten, was würden Sie verändern? Wie wäre es, wenn Sie ein offenes und ehrliches Gespräch mit Ihren Kindern darüber haben? Sagen Sie Ihnen, dass Ihre Beziehung mit Ihnen eine der wichtigsten Beziehungen Ihres Lebens ist und dass es momentan nicht so gut läuft. Was können wir beide daran ändern? Können wir beide an gesünderen Grenzen arbeiten? Es ist ein schwieriges Thema, aber es ist möglich. Es setzt vor allem voraus, dass Sie im selben Maße an sich selbst arbeiten, wie Sie es auch von ihnen erwarten.

Und die Beziehung zu Ihrem Partner? Stellen wir uns vor, Sie haben sich gerade von Ihrem (Ehe-)partner getrennt. Sie sind allein – und auf Freiersfüßen, auf der Suche. Seien Sie sich bewusst, wie Ihre gesunden Grenzen aussehen sollen, bevor Sie jemand neues kennenlernen. Machen Sie eine Liste. Denken Sie über all die Dinge nach, die in der Vergangenheit schiefgelaufen sind. Aber seien Sie sich auch Ihres eigenen Beitrags zu den Problemen vergangener Beziehungen bewusst. Haben Sie es einfach so hingenommen, wenn Ihr voriger Partner Sie versetzt oder Pläne gemacht hat, ohne es vorher mit Ihnen abzustimmen? Und sind Sie mit der Zeit (unterschwellig) wütend geworden, nachdem dies oder Ähnliches ein paarmal geschehen ist? Nun, lassen Sie sich gesagt sein, dass es nicht darum geht, sich jemanden auszusuchen, der solche Dinge nicht tut. Es geht vielmehr darum, jetzt etwas zu unternehmen, wenn Ihr neuer Partner solche Verhaltensweisen an den Tag legt. Vielleicht wird diese neue Person in Ihrem Leben nicht gefallen, was Sie ihr zu sagen haben. Und weg ist sie. So weit, so gut. Denn wenn Sie nichts gesagt hätten, wären Sie vielleicht einige Zeit später wieder in eine ähnlich desaströse Ehe gerate wie Ihre vorherige. Doch wenn Sie sich wehren und dieser neue Mensch es akzeptiert und diese neuen Grenzen respektiert, nun, dann besteht die Möglichkeit, dass Sie zusammen eine neue Art der Beziehung aufbauen können.

Verstehen Sie, was ich sagen will? Oft verteidigen wir unsere Grenzen nicht, weil wir Angst davor haben, den anderen vor den Kopf zu stoßen. Doch das ist gefährlich, denn es kann einen Präzedenzfall setzen. Wir müssen unsere eigenen Ängste analysieren. Das ist der erste Schritt zum Aufstellen gesunder Grenzen. Und dadurch können wir inneres Wachstum und ein größeres Maß an innerer Freiheit erfahren. Gesunde Grenzen zu haben und aufzustellen bedeutet, eine gesunde Selbstliebe und einen gesunden Selbstrespekt zu haben. Und all das zusammen bedeutet auch, dass wir den anderen respektieren und uns ihm gegenüber rücksichtsvoll verhalten.


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Monday, July 13, 2015

Könnten Erfolgsmenschen von geringem Selbstwertgefühl angetrieben sein?


Ein Erfolgsmensch mit geringem Selbstwertgefühl? Klingt nach einem Oxymoron. Wie trockenes Wasser oder schwarze Milch. Doch wenn man sich eingehender ansieht, was Erfolgsmenschen so antreibt, findet man vielleicht einen Mangel an Selbst-Wertschätzung und -Anerkennung. Was hat ein Mensch, der sich von Erfolg zu Erfolg treibt, schlussendlich von seinen Bemühungen? Ein Gefühl der Errungenschaft könnte man sagen... die Genugtuung, ein lang verfolgtes Ziel erreicht zu haben... der süße Geschmack des Erfolgs. Ja, alle von diesen Möglichkeiten treffen zu. Und viele Erfolgsmenschen streben aus diesen Gründen nach dem Erfolg. Viele andere aber nicht.

Viele andere treibt stattdessen ein Bedürfnis nach Anerkennung an, ein Bedürfnis nach Wertschätzung, ein Bedürfnis nach Bestätigung, ein Bedürfnis nach dem Respekt anderer – kurzum, ein Bedürfnis nach äußerer Bewunderung und positiven Reaktionen. In anderen Worten werden sie von dieser Anerkennung ihres Selbst durch andere angetrieben, also von einer externen Quelle, anstatt sich von ihrem intrinsischen, inneren Gefühl der Errungenschaft leiten zu lassen.

Wenn das Gefühl aus dem Inneren kommt, ist es ein Ausdruck dessen, was das Individuum bereits weiß und von sich selbst denkt. Wenn das Bedürfnis nach diesem Gefühl dagegen hauptsächlich von einer äußeren, externen Quelle befriedigt werden kann, dann liegt das daran, dass der Mensch selbst nicht an seinen eigenen Wert glaubt und seine Verdienste nicht wertschätzen kann. Das ist eine kritische Situation für das Selbst, denn unter diesen Umständen ist es auf ewig dazu verdammt, die Erfüllung seiner Bedürfnisse in immer mehr und immer größeren Erfolgen zu suchen, um sich die Bewunderung zu sichern, die es für sein Wohlbefinden benötigt.

Die Lösung dieses untragbaren Missstandes ist nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Oft ist die "Komfortzone" ein wichtiger Faktor. Ein weiterer ist die Erkenntnis, dass es einem bei seinem Erfolgsstreben nach äußerer Anerkennung und Bestätigung dürstet. Der nächste Schritt ist dann die Einsicht, dass man sich ohne die externe Bestätigung nie so gut mit sich selbst fühlt wie mit ihr. Darauf folgt die Frage, woran das liegen mag, und die recht offensichtliche Antwort lautet: Am Selbstwertgefühl. Wenn das Selbstwertgefühl dieses Menschen auf einem gesunden Niveau wäre, so würde er keine äußere Anerkennung brauchen, weil er sie sich selbst geben würde. Und hierin liegt der letzte Schritt der Lösung: Die betreffende Person muss an ihrem Selbstwertgefühl arbeiten, indem sie sich selbst all die Anerkennung und das Lob gibt, das sie einem anderen geben würde, der ähnliches leistet oder erreicht wie sie. Anders gesagt: Behandeln, bewundern und respektieren Sie sich selbst so gut, wie Sie Ihren viel geliebten Partner, Freund, Ihr Kind oder einen Kollegen behandeln würden, den Sie besonders schätzen. Sie verdienen es. Sie sind es wert!

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Wednesday, June 24, 2015

Erfolg ist ein Prozess


Kürzlich habe ich das folgende, wundervolle Zitat von Andrew Matthews Matthews gelesen:

Die Natur braucht stets ihre Zeit. Mächtige Eichen werden nicht über Nacht so mächtig. Und sie verlieren eine Menge Laub, Äste und Rinde, während sie zu so mächtiger Größe heranwachsen.

Wir alle sollten uns dieses Zitat zu Herzen nehmen. Und wir können die Analogie vielleicht sogar noch ein bisschen ausbauen: Während die Eiche wächst, schießt sie vielleicht plötzlich in die Höhe und eine Zeitlang scheint es, als ob eine Menge Wachstum in äußerst kurzer Zeit geschieht. Und dann verlangsamt sich ihr Wachstum wieder.

Und wenn das Laub zu fallen beginnt, verzweifeln wir weder, noch glauben wir, dass die zukünftige mächtige Eiche stirbt oder aufgehört hat zu wachsen. Wir wissen, dass sie etwas später weiterwachsen wird, sobald dieser momentane Transformationsprozess abgeschlossen ist. Vielleicht wird es irgendwann nötig, einen Ast abzusägen, wenn er krank ist oder abstirbt. Auch das ist kein Grund, zu verzweifeln, frustriert zu werden oder die Zuversicht zu verlieren.

Manchmal muss man einfach Geduld mit seinem eigenen Erfolg und Wachstumsprozess haben. Und mehr noch als Geduld braucht man vielleicht die Erkenntnis, dass Beharrlichkeit und Beständigkeit Teil des Prozesses sind. Schritt um Schritt, Zentimeter um Zentimeter, Blatt um Blatt wächst die mächtige Eiche. Innere Freiheit kommt vom Wissen, dass alles seine Zeit hat.

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Monday, June 22, 2015

Wie Gedanken mit niedriger Energiefrequenz Ihre Lebensqualität senken


Stellen Sie sich vor, Sie haben eine schlimme Scheidung hinter sich, sowohl in finanzieller Hinsicht als auch hinsichtlich des Sorgerechts für die Kinder. Es ist schon eine Weile her, und im Grunde genommen sind Sie darüber hinweg. Doch heute haben Sie sich beim Gedanken daran erwischt. Diese Scheidung hat mich finanziell an den Rand des Abgrunds getrieben.

Oder stellen Sie sich vor, dass Sie irgendwann in Ihrem Leben einmal eine Beförderung nicht bekommen haben, obwohl Sie sie allem Recht und Anstand nach verdient hatten. Stattdessen ging ein Kollege gewissermaßen "über Ihre Leiche" und nahm sich, was Ihres hätte sein sollen. Inzwischen sind Sie recht erfolgreich und es stört Sie eigentlich nicht mehr – doch heute haben Sie sich beim Gedanken daran erwischt. Wie unfair mich das Management damals behandelt hat!

Oder stellen Sie sich vor, Sie haben in der Schule in Deutsch ein unheimlich cleveres Essay geschrieben und auch eine glatte 1 dafür bekommen. Doch dann las der Lehrer lieber den Aufsatz eines anderen Schülers vor. Damals waren Sie verletzt, doch eigentlich ist die Sache gegessen. Sie haben andere Dinge im Kopf, doch heute haben Sie sich beim Gedanken daran erwischt. Wie mich das damals runtergezogen hat!

Und dann das Mal, als Ihre Freundin Sie betrogen hat. Damals waren Sie am Boden zerstört, doch mittlerweile haben Sie eine neue Freundin, die Sie anders und auf viel wunderbarere Weise lieben. Sie sind glücklich mit ihr, doch irgendetwas hat die Erinnerung an Ihre Ex-Freundin ausgelöst und Sie fühlen sich erneut so betrogen und verletzt wie am ersten Tag.

Wenn Sie sich in einer der oben genannten oder einer ähnlichen Situationen wiederfinden, so merken Sie wahrscheinlich, wie Sie sich auf einer Abwärtsspirale befinden, an deren Ende Sie sich jämmerlich fühlen.

Es ist unheimlich wichtig, dass Sie verstehen, was da gerade geschieht. Die Gedanken, die Sie zu jenem vergangenen Ereignis haben, sind Gedanken mit einer niedrigen Energiefrequenz, die Ihre Lebensqualität und das Glück und die Freude, die Sie empfinden, buchstäblich untergraben. Diese Gedanken verschlechtern Ihren Gefühlszustand. Wenn man Ihr inneres Wohlbefinden einer Skala von 0 (furchtbar) bis 10 (unglaublich gut) gleichsetzen würde, so sind Sie von einer soliden 6 auf eine 4, eine 3 oder gar noch weiter abgerutscht.

Was können Sie dagegen unternehmen? Wie können Sie solche Gedanken kontrollieren?
Es ist buchstäblich unmöglich, stets auf alle seine Gedanken zu achten. Doch dagegen ist es recht einfach, stets seine innere Befindlichkeit im Auge zu behalten. Während Sie also durch die oben beschriebenen Gedanken auf eine niedrigere Energiefrequenz abrutschen, werden Sie feststellen, wie Ihr inneres Wohlbefinden abnimmt – selbst wenn ihr Ausgangszustand schon nicht unbedingt der beste war.

Der Punkt ist: Sie sind energetisch abgerutscht. Und Sie können etwas dagegen unternehmen. Es liegt ganz an Ihnen.

Werden Sie sich Ihrer selbst, Ihres inneren Zustands und Ihrer Gefühle bewusst. Treffen Sie dann die Wahl, etwas zu unternehmen, um sich selbst wieder auf ein besseres Niveau empor zu kämpfen, indem Sie die Verantwortung für sich selbst übernehmen. 

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Friday, June 19, 2015

Wie Cilantro in Cancun, weiche Kontaktlinsen in Miami, und Baulärm und seltsam riechende Bäume in Spanien meine Welt verändert haben


Haben Sie heute Geduld mit mir. Ich habe eine vierteilige Geschichte zu erzählen. Vielleicht klingt es etwas billig und nicht Ihrer Aufmerksamkeit würdig. Doch ich versprechen Ihnen, dass Sie einige Aspekte Ihres Lebens in einem neuen Licht sehen werden, wenn Sie mich zu Ende anhören. Und Ihr Leben in neuem Licht zu sehen bedeutet wortwörtlich, dass sich Ihre Welt ändert.

In den frühen 90ern zog ich von Spanien nach Cancun in Mexiko, wo es mir vergönnt war, in einer idyllischen Umgebung am Strand mit Blick auf das unverschämt transparente, aquamarinblaue Meer zu leben, und ich einen Großteil meiner Zeit dem Schreiben widmen konnte. Kurz nach meiner Ankunft bemerkte ich, dass die meisten Gerichte in Restaurants Cilantro enthielten, die Blätter des Korianders, die in etwa so aussehen wie Petersilie, aber ganz anders schmecken. Ich stellte fest, dass ich Cilantro nicht nur hasste, sondern dass mir allein von seinem Geruch schon übel wurde. Ich versuchte, ihn zu vermeiden, aber musst ich einsehen, dass es ein ähnlich ergiebiges Unterfangen war, eine Maya-Pyramide in Hochhackigen zu erklimmen, wie ein Gericht ohne Cilantro zu finden. Also quasi unmöglich!

Dann versuchte ich, den winzig klein gehackten Cilantro aus den Gerichten zu fischen, die ich in Restaurants bestellte, nur um festzustellen, dass es nicht nur unheimlich aufwendig war – die kleingehackte grüne Plage war einfach überall! –, sondern auch nutzlos: Zum Zeitpunkt meiner Aussortier-Aktion hatten sie ihren Geschmack schon lang an das Gericht weitergegeben.

Ich führte Streitgespräche mit mir selbst. Ich schäumte vor Wut ob der Strapazen, die mir dieses vermaledeite Land aufbürdete. Und dann, etwa zwei Wochen nach meinem Umzug, beschloss ich, dass die wirksamste Lösung für mein Problem war, mich zu entscheiden, Cilantro zu lieben.

Ganz einfach, was? Nun, mittlerweile liebe ich Cilantro tatsächlich so sehr, dass ich, die ich nun wieder in Spanien lebe, alle möglichen Strapazen auf mich nehme, um welchen zu finden – hier wird er nämlich nicht in jedem Supermarkt verkauft.

Schnellvorlauf. 2002 in Miami, wo ich acht Jahre lang lebte. Ich gärtnerte viel. Machte meinen Doktor in wenig mehr als drei konnte. Hatte wundervolle Katzen. Und musste feststellen, dass die harten Kontaktlinsen, die mir 30 Jahre lang gute und treue Dienste geleistet hatten, mir nicht mehr taugten. Plötzlich konnte ich nicht mehr lesen und musste eine Lesebrille über meinen Kontaktlinsen tragen, und eine andere Brille, um am Computer zu arbeiten. Die Kontaktlinsen waren nur mehr gut für die Ferne. Also ging ich zum Augenarzt. Er empfahl mir weiche Kontaktlinsen. Eine sollte ich für die Nähe verwenden und die andere für die Ferne. Ich wusste, ich hasste weiche Kontaktlinsen –  im Vergleich zu den harten Kontaktlinsen sieht man richtig schlecht. Aber ich versuchte es. Natürlich hatte der gute Arzt Unrecht! Es funktionierte einfach nicht! Alles war verschwommen, ich konnte nichts sehen... also machte ich Orthokeratologie mit dem wundervollen, geduldigen Dr. Boshnick. Obwohl ich nicht mehr in meinen Zwanzigern war, funktionierte das wunderbar und mein Problem war vorerst gelöst.

Schnellvorlauf. 2006, Marbella in Spanien. Meine speziellen Ortho-K-Linsen waren zerbrochen. Ich konnte hier an der Costa del Sol keinen Spezialisten für diese noch - hier - relativ unbekannte Technik finden. Ich musste also entweder nach Miami zurückfliegen oder hier in der Umgebung eine Alternative auftreiben. Ich ging also zu einem ganz vortrefflichen Optiker. Nach ausgiebigen Untersuchungen gab man mir zwei Alternativen: Eine Brille oder weiche Kontaktlinse, eine für die Nähe und eine für die Ferne... ganz wie der Arzt in Miami es mir vier Jahre zuvor empfohlen hatte. Zähneknirschend willigte ich ein, es noch einmal zu versuchen und glaubte felsenfest, dass es wieder nicht funktionieren würde.

Ich ließ mir also die Probekontaktlinsen anpassen und wurde nach draußen geschickt, einen Kaffee trinken, während ich mit der verschwommenen, nebeligen Welt kämpfte. In der Tür stehend (ich hätte am liebsten um einen Gehstock gebeten) fragte ich, was passieren würde, wenn ich mich nicht an die Kontaktlinsen gewöhnte. Sie werden eine Brille tragen müssen, war die Antwort. Ich ging also in ein Café und sagte mir selbst: Du wirst dich daran gewöhnen. Sie haben gesagt, es hängt davon ab, ob dein Gehirn flexibel ist oder nicht. Also wird es funktionieren!

Und wissen Sie was? Ein paar Minuten später sah ich perfekt. Weil ich mich entschlossen hatte, mit diesen Kontaktlinsen sehen zu können. Ganz wie ich mich zuvor dazu entschlossen hatte, mit denselben Kontaktlinsen nicht sehen zu können.

Ganz einfach, was? Mittlerweile bin ich so begeistert von meiner wiedererlangten exzellenten Sehkraft, dass ich diese Lösung jedem mit ähnlichen Problemen empfehle.

Schnellvorlauf. April, Mai, Juni 2007. Ich mache jeden Morgen eine Stunde Powerwalking und zusätzlich 15 Minuten Dehn- und Freiübungen, wenn ich am Strand ankomme. Dorthin gelange ich, indem ich die Siedlung durchquere, in der ich lebe. Dann noch am 11-Loch-Golfplatz vorbei und ich bin am Strand. Seit Monaten schon fand eine massive Wasser- und Abwasserkanalrenovierung statt und verwandelte die normalerweise ruhigen Straßen des Wohngebiets in ein Inferno aus Staub, Lärm und Getöse. Kein Vogelzwitschern begleitete meinen Morgensport mehr, nur noch Lärm, Lärm und nochmals Lärm. Sie müssen wissen: Ich bin sehr lärmempfindlich. Ich hasse Lärm. Ich lebe, wo ich lebe, gerade weil es so friedlich und ruhig ist. Außerdem waren meine morgendlichen Powerwalks eine Art der Meditation-mit-offenen-Augen und Kreativ-Zeit. Und jetzt wurde sie mir von idiotischen Presslufthammern und lauten Arbeitern verdorben. Eine Zumutung. Als ich also nach einem oder zwei Tagen des Genervt-Seins einsehen musste, dass sich die Bauarbeiten eine ganze Weile hinziehen würden, entschied ich, mich damit abzufinden. Ich entschied mich, jeden Morgen den Fortschritt zu beobachten. Zu beobachten, wozu jede Maschine gut war. Zu beobachten, aus wie vielen verschiedenen Ländern die Bauarbeiter stammten (Spanien erlebte zu der Zeit eine enorme Zuwanderungswelle aus der Sub-Sahara-Region, sowohl legal als auch illegal, und ebenso auch aus den meisten Ländern Südamerikas). Und damit änderte sich plötzlich alles für mich. Ich war nicht mehr genervt. Ganz im Gegenteil, ich freute mich jeden Tag darauf, den Fortschritt zu begutachten.

Ganz einfach, was? Nun, da das Spektakel vorüber ist, werde ich Bauarbeiten nie wieder mit den gleichen Augen sehen können – und dasselbe gilt für alles, was mich potentiell nerven könnte.

Schnellvorlauf. Gestern Morgen. Wieder auf meinem Powerwalk. Es gibt da einen Baum – keine Ahnung, was das für ein Baum ist – mit langen, schmalen Blättern und einem hohen, dünnen Stamm und granulierte Blüten, deren Oberfläche kleine Härchen aufweist. Er blüht im Frühling und im Sommer. Auf meinem Powerwalk laufe ich an mehreren davon vorbei – und ihr Geruch ist mir ein Graus!

Manchmal hatte ich sogar versucht, beim Vorbeilaufen den Atem anzuhalten. Ich konnte mich mit dem Geruch einfach nicht anfreunden. Gestern entschied ich also, etwas Angenehmes an diesem besonderen Geruch zu finden. Und so änderte sich alles auf einen Schlag. Es störte mich nicht mehr.

Ganz einfach, was? Es hatte sich nichts geändert außer meiner Einstellung.

Und darum geht es in diesem ganzen Eintrag. Wenn Sie Ihre Einstellung zur Welt ändern, ändert sich auch die Welt. Ganz einfach. Versuchen Sie es.

Photo: Cancun

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Wednesday, June 17, 2015

Lassen Sie eine alte Person nicht bei sich einziehen!


Sie sind nicht mehr in Ihren 30ern, vielleicht auch nicht mehr in Ihren 40ern. Kurzum: Sie werden älter. Aber denken Sie daran: Lassen Sie eine alte Person nicht bei sich einziehen. Das habe ich neulich auf einer CD des alterslosen Wayne Dyer gehört. Er meint damit: Lassen Sie nicht zu, dass Sie im Geist ein alter Mensch werden. Verfallen Sie nicht dem Klischee, das besagt, dass Sie im Alter nicht mehr produktiv sein können, dass Ihr Geist träge wird und dass Sie als Ganzes nicht mehr so rund laufen wie in Ihrer Jugend. Lassen Sie vor allem nicht zu, dass die Gesellschaft Ihren Geist dahingehend beeinflusst, dass Sie glauben, dass das Altern unausweichlich ist.

Seien wir uns im Klaren: Auf dem Papier werden Sie altern. Sie werden Falten bekommen und graues oder weißes Haar. Sie werden zudem bemerken, dass Menschen eines Alters, das Ihnen zuvor alt vorkam, jetzt jünger sind als Sie... aber das bedeutet nicht, dass Sie den Rentner bei sich einziehen lassen sollten.

Wo will der einziehen? In Sie. Das hat mit Ihrer Einstellung vom Thema Altern zu tun. Das Paradigma zum Älterwerden, das Sie in Ihrem Inneren haben. Wie Sie über das Altern denken. Wenn Sie entscheiden, dass Sie mit dem Alter langsamer werden und nicht mehr produktiv und vital leben können, nun, dann wird das genau so eintreten. Wenn Sie andererseits jedes vorbeiziehende Jahr als eine neue Herausforderung betrachten, als Mensch zu wachsen, der ständig weiter lernt und weiterhin in der Gesellschaft, in der Nachbarschaft oder in seinem persönlichen Umfeld seinen Beitrag leistet, dann werden Sie nicht altern.

In den vergangenen Jahren wurde viel Forschung – über ganze Lebensspannen hinweg – zum dritten und vierten Alter betrieben. Das dritte Alter geht etwa von 65-85, das vierte Alter schließt sich an. Folgendes sind die Erkenntnisse – sehr zum Erstaunen der westlichen empirischen Tradition: Die Weisheit chronologisch älterer Menschen hat mindestens genauso viel Gewicht wie die Geschwindigkeit und die geistige Wendigkeit jüngerer Menschen. Es ist wahr, dass Menschen mit dem Altern ein bisschen geistige Geschwindigkeit einbüßen. Doch wenn Sie mental aktiv bleiben, ermöglicht ihnen die Qualität ihrer Gedanken, Weisheit genannt, eine ebenso große geistige Leistungsfähigkeit wie jüngere Menschen. Manche ihrer Gehirnzellen sind abgestorben, doch die Verbindungen (oder Dendriten) zwischen ihren noch vorhandenen Gehirnzellen sind so zahlreich, dass sie mögliche Einbußen wettmachen. Denken Sie daran, wenn Sie über Ihren eigenen Altersprozess reflektieren.

Der Prozess des bewussten Alterns erlaubt Ihnen die Einsicht, dass Sie ungeachtet Ihrer schon gelebten Jahre, und ungeachtet der Tatsache, dass Sie physisch nicht mehr jung sind, trotzdem in Ihrem inneren Selbst und in Ihrem Geist jung sein und bleiben können - wenn das Ihre Wahl ist und Sie sich aktiv darum bemühen.

Es ist Ihre Wahl. Entscheiden Sie jetzt, egal wie alt Sie sind, dass Sie den Rentner nicht bei sich einziehen lassen werden. Entscheiden Sie jetzt, dass Sie in den wichtigen Teilen Ihrer selbst immer jung sein werden: In Ihren Gedanken, Ihren Gefühlen und in Ihrer Seele.

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Mi blog en español: Reconectar con el Alma