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Wednesday, June 17, 2015

Lassen Sie eine alte Person nicht bei sich einziehen!


Sie sind nicht mehr in Ihren 30ern, vielleicht auch nicht mehr in Ihren 40ern. Kurzum: Sie werden älter. Aber denken Sie daran: Lassen Sie eine alte Person nicht bei sich einziehen. Das habe ich neulich auf einer CD des alterslosen Wayne Dyer gehört. Er meint damit: Lassen Sie nicht zu, dass Sie im Geist ein alter Mensch werden. Verfallen Sie nicht dem Klischee, das besagt, dass Sie im Alter nicht mehr produktiv sein können, dass Ihr Geist träge wird und dass Sie als Ganzes nicht mehr so rund laufen wie in Ihrer Jugend. Lassen Sie vor allem nicht zu, dass die Gesellschaft Ihren Geist dahingehend beeinflusst, dass Sie glauben, dass das Altern unausweichlich ist.

Seien wir uns im Klaren: Auf dem Papier werden Sie altern. Sie werden Falten bekommen und graues oder weißes Haar. Sie werden zudem bemerken, dass Menschen eines Alters, das Ihnen zuvor alt vorkam, jetzt jünger sind als Sie... aber das bedeutet nicht, dass Sie den Rentner bei sich einziehen lassen sollten.

Wo will der einziehen? In Sie. Das hat mit Ihrer Einstellung vom Thema Altern zu tun. Das Paradigma zum Älterwerden, das Sie in Ihrem Inneren haben. Wie Sie über das Altern denken. Wenn Sie entscheiden, dass Sie mit dem Alter langsamer werden und nicht mehr produktiv und vital leben können, nun, dann wird das genau so eintreten. Wenn Sie andererseits jedes vorbeiziehende Jahr als eine neue Herausforderung betrachten, als Mensch zu wachsen, der ständig weiter lernt und weiterhin in der Gesellschaft, in der Nachbarschaft oder in seinem persönlichen Umfeld seinen Beitrag leistet, dann werden Sie nicht altern.

In den vergangenen Jahren wurde viel Forschung – über ganze Lebensspannen hinweg – zum dritten und vierten Alter betrieben. Das dritte Alter geht etwa von 65-85, das vierte Alter schließt sich an. Folgendes sind die Erkenntnisse – sehr zum Erstaunen der westlichen empirischen Tradition: Die Weisheit chronologisch älterer Menschen hat mindestens genauso viel Gewicht wie die Geschwindigkeit und die geistige Wendigkeit jüngerer Menschen. Es ist wahr, dass Menschen mit dem Altern ein bisschen geistige Geschwindigkeit einbüßen. Doch wenn Sie mental aktiv bleiben, ermöglicht ihnen die Qualität ihrer Gedanken, Weisheit genannt, eine ebenso große geistige Leistungsfähigkeit wie jüngere Menschen. Manche ihrer Gehirnzellen sind abgestorben, doch die Verbindungen (oder Dendriten) zwischen ihren noch vorhandenen Gehirnzellen sind so zahlreich, dass sie mögliche Einbußen wettmachen. Denken Sie daran, wenn Sie über Ihren eigenen Altersprozess reflektieren.

Der Prozess des bewussten Alterns erlaubt Ihnen die Einsicht, dass Sie ungeachtet Ihrer schon gelebten Jahre, und ungeachtet der Tatsache, dass Sie physisch nicht mehr jung sind, trotzdem in Ihrem inneren Selbst und in Ihrem Geist jung sein und bleiben können - wenn das Ihre Wahl ist und Sie sich aktiv darum bemühen.

Es ist Ihre Wahl. Entscheiden Sie jetzt, egal wie alt Sie sind, dass Sie den Rentner nicht bei sich einziehen lassen werden. Entscheiden Sie jetzt, dass Sie in den wichtigen Teilen Ihrer selbst immer jung sein werden: In Ihren Gedanken, Ihren Gefühlen und in Ihrer Seele.

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Besuchen Sie auch meine Buch-Website: www.gabriellakortsch.com wo Sie Auszüge und Zitate von meinen Büchern abladen können (zwar bis Frühjahr 2015 nur auf Englisch). Mein letztes Buch Emotional Unavailability & Neediness: Two Sides of the Same Coin ist nun auch weltweit bei Amazon als Taschenbuch oder E-Book für Kindle erhaltbar. Auch können Sie es (sowie meine anderen Bücher) bei Barnes & Noble finden.

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Wednesday, May 6, 2015

Lassen Sie sich Ihre Träume nicht ausreden


Hatten Sie als Kind einen Traum? Wollten Sie Rockstar werden? Malerin? Ein Segelbootbesitzer in der Karibik, der sein Schiff an Touristen verleiht? Unternehmerin? Wollten Sie eine neue Art der Zahnreinigung erfinden, die ein für alle Mal mit allen Zahnkrankheiten aufräumt? Eine Heilung für Krebs finden? Einen Bestseller schreiben, der dann verfilmt wird und fünf Oscars gewinnt? Wollten Sie der nächste Günther Jauch sein? Trainer von Bayern München? In Harvard dozieren? Ihre eigene kleine Berghütte an einem Seeufer bauen? Kostümdesignerin werden?

Haben Sie diesen Traum verwirklicht?

Oder hat man ihn Ihnen ausgeredet?

Gut, vielleicht haben Sie kein musikalisches Gehör, deshalb konnte das mit der Karriere als Rockstar nichts werden. Oder Sie sind farbenblind, also wäre das mit der Malerei keine so gute Idee gewesen.
Doch gehen wir davon aus, dass Ihr Traum im Rahmen Ihrer Möglichkeit lag. Was ist mit ihm geschehen? Hat Ihnen jemand gesagt, Sie könnten ihn nicht verfolgen? Es ist zu schwierig. Es ist unmöglich. Sei doch vernünftig. Das ist nicht die richtige Entscheidung.

Wie haben Sie sich gefühlt, als Sie Ihren Traum aufgegeben haben? Und wo wir schon von Gefühlen sprechen: Wie haben Sie sich gefühlt, während er noch Teil Ihres Lebens war? (Siehe auch mein Newsletter vom Juni 2006: Finding a Meaning For Your Life, leider nur auf Englisch verfügbar). Verschaffte ihn allein der Gedanke an Ihren Traum ein wohliges, warmes, positiv aufgeregtes Gefühl im Solarplexus? Und wurde Ihr Leben plötzlich etwas grauer, weniger spannend, als Sie ihn aufgaben? Schien Ihre Zukunft Ihnen plötzlich weniger aufregend?

Ihre Träume stehen in Verbindung zu Ihrem Lebenssinn, zu dem, was Ihr Leben lebenswert macht. Natürlich gibt es da auch noch andere wichtige Elemente, doch Ihr Traum stellt einen großen Teil davon dar. Und genau deshalb dürfen Sie ihn sich unter gar keinen Umständen ausreden lassen! Und wenn er Ihnen irgendwann ausgeredet wurde, müssen Sie ihn genau deshalb jetzt wieder abstauben und sich daran machen, ihn zu verfolgen.

Es ist nie zu spät dafür. Nie.

(Hören Sie sich dazu auch meine Radiosendung an: Life Begins at Retirement, in der Kategorie "Aging" – auf Englisch).

Bild: Bixbybrücke in Big Sur, Kalifornien

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Wednesday, March 18, 2015

Alternde Gehirne, die sich fordern und glasklar denken


Die Harvard Weltgesundheitsnachrichten berichteten von einem Artikel, der sich mit der Frage beschäftigte, wie ein alternder Geist auf der Höhe bleiben kann. In einer Welt, in der die geburtenreichen Jahrgänge langsam altern und die jüngeren Generationen in ihrer Anzahl übertreffen, ist diese Frage von enormer Bedeutung. Diese Generation der heute 60jährigen ist zudem äußerst interessiert an ihrer Wohlergehen - viel mehr als vorangehende Generationen.

Außerdem ist es mit der Überalterung der Bevölkerung (vor allen in den Erste-Welt-Ländern, und vor allem in Europa) zunehmend wichtig, die kognitiven Fähigkeiten des älteren Teils der Bevölkerung zu stabilisieren und zu fördern.

Es gibt immer mehr Artikel dieser Art, damit auch immer mehr Informationen - und mehr Interesse. Und wie diese Informationen sich in der Gesellschaft verbreiten, sind es oft die jüngeren Generationen, die Ihre Eltern oder Großeltern dazu anhalten, diese Erkenntnisse anzuwenden, um geistig rege zu bleiben.

Dieser Artikel hier beschreibt, dass die Gehirne mancher Menschen die Auswirkungen des Alters auf das Gedächtnis kompensieren können und so fit bleiben. Nun wollen die Forscher herausfinden, wie diese Gehirne das anstellen - in der Hoffnung, so Behandlungsmethoden zu entwickeln, die allen anderen Menschen Ähnliches ermöglichen.

"Wir müssen verstehen, wie wir den normalen, altersbedingten kognitiven Verfall stoppen können - mit demselben Aufwand, den wir bei Herzkrankheiten oder Krebs betreiben."

Es gibt ein paar faszinierende Ansätze. Beispielsweise schaffen die Gehirne mancher Senioren gewissermaßen "Umleitungen" und bauen neue neuronale Pfade aus, wenn alte sich auflösen.
Welchen Rat kann ich Ihnen schon jetzt geben?

Körperliches Training ist das fundierteste Rezept bislang, darin ist sich die Forschung einig. Das Gedächtnis von 72jährigen verbesserte sich, wenn sie drei Spaziergänge pro Woche machten, und ihre Gehirnscans wurden denen von jüngeren Menschen ähnlicher.

Und dann gibt es noch die "use-it-or-lose-it"-Theorie ("Nutze-es-oder-es-nutzt-sich-ab"): Menschen mit einem höheren Bildungsgrad, fordernderen Berufen und einem regen Sozialleben bauen mehr kognitive Reserven auf als Stubenhocker.

Es ist nie zu spät, diese kognitiven Reserven zu bilden, so der Neurowissenschaftlicher Yaakov Stern von der Columbia University. Doch, "die Frage ist wie. Was ist das Rezept?"

Alles von Kreuzworträtseln bis hin zu verschiedenen Gehirnjogging-Programmen für den Computer wurde schon vorgeschlagen, doch Beweise bleiben bislang aus. An der John Hopkins University läuft derzeit eine großangelegte, regierungsfinanzierte Studie mit dem Titel "Experience Corps", in der ältere Freiwillige 15 Stunden pro Woche Schülern Nachhilfe geben. Das Ziel ist herauszufinden, ob dieses langfristige Gehirntraining die Gehirne der Senioren zu erhalten hilft.

Und wie sieht es mit Medikamenten aus? Unternehmen waren bisher zurückhaltend mit, potentiell nebenwirkungsbehaftete Präparate an ansonsten gesunden alternden Gehirnen auszuprobieren. Doch Tierversuche lassen vermuten, dass Östrogen in geringen Dosen sowie Medikamente, die Gehirnsignale nachahmen oder verstärken, vielversprechende Möglichkeiten sein könnten. Lesen Sie hier mehr.

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