Monday, January 19, 2015

Wissen, aber nicht aufpassen



Vor einiger Zeit schrieb ich einen Artikel in meinem monatlichen Newsletter mit dem Titel Das zweite und dritte Gehirn: Wir denken doch mit Herz und Instinkt (z. Zt. noch nicht auf deutsch erhaltbar. Auf englisch hier: Introducing Our Second and Third Brains: We Do Think With Our Heart and Instinct und auf spanisch hier: Presentando Nuestro Segundo y Tercer Cerebro). Darin stellte ich Studien vor, die nun Neuronen (eigentlich Gehirnzellen) in der Bauchgegend (in den Eingeweiden) und im Herzen (und damit meine ich das physische Organ in Ihrer Brust) endeckt und identifiziert haben.

In diesem Artikel schlage ich vor, beim Treffen von Entscheidungen fortan auf alle drei dieser Gehirne gleichermaßen zu hören, anstatt unserem rationalen Gehirn die alleinige Entscheidungsgewalt zu überlassen. Mit Gehirnscan-Maschinen kann man feststellen, dass die Informationen manchmal zuerst die anderen Gehirne erreichen. Erst danach werden sie von dort zu ihrem Kopfgehirn weitergeleitet. Und das bedeutet: Unser instinktives Wissen wird uns von unseren Bauchneuronen zur Verfügung gestellt - es ist das Bauchgefühl, das wir so oft ignorieren.

Wir wissen also etwas, aber schenken diesem Wissen keine Beachtung. Das würden wir uns bei unserem rationalen Gehirn nicht erlauben. Zumindest würden wir dieses nicht so einfach, so unbedacht übergehen. Wir würden uns zweimal überlegen, ob wir Informationen unseres rationalen Gehirns (also jener Neuronen in unserem Schädel) einfach so ignorieren.

Doch wenn die Information instinktiv oder emotional ist, schenken wir ihr nur milde Beachtung.

Es gibt bereits eine Unzahl an Artikeln über die Intuition. Der Zweck dieses Postings ist es also nicht, Sie anzuleiten, wie Sie mehr auf Ihre Intuition vertrauen. Nein, ich will nur erreichen, dass Sie sich bewusst machen, was uns metaphysisch schon so lang klar war: Unsere Intuition (unser Bauchgefühl) ist von Bedeutung. Und jetzt ist es endlich auch wissenschaftlich erwiesen.

Ignorieren Sie Ihr inneres Wissen nicht... hören Sie auf die Signale ihrer anderen Gehirne!

Und wenn Sie deren Sprache nicht gut verstehen, weil Sie kaum Erfahrung mit ihnen haben, machen Sie sich mit ihnen vertraut! Stellen Sie sich vor, sie haben einen alten VW aus den 60er Jahren in Ihrer Garage. Er funktioniert noch ganz gut, und eigentlich sind Sie auch recht zufrieden mit ihm. 

Doch dann stellen Sie fest, dass Sie einen schnelleren, stärkeren todschicken Porsche haben. Würden Sie den nicht auch nutzen wollen? Selbst wenn Sie ihn erst fahren lernen müssten.... ein Auto, das so grundverschieden von Ihrem VW ist, und einfach so in Ihrer Garage steht?

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Bücher von Dr. Gabriella Kortsch


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